Press

Here you will find several excerpts from national and international press reviews of the last 30 years:

Augsburger Allgemeine, 30.11.2005:

Meditatives in kleineren Formaten

Christina Jarmolinski's neue Ausstellung im Malerhof Margertshausen (…)

Margertshausen/Gessertshausen Sie hat sich auf einem alten Bauernhof im Gessertshauser Ortsteil Margertshausen ein kleines Malerparadies eingerichtet: In ihrer neuen Ausstellung zeigt die Malerin Christina Jarmolinski dort kleinere Formate. Neben den gewohnt lebensfrohen Farben gibt's heuer auch dunkle-meditative Töne.

Girl with Butterfly, 100 x 80 cm, 2007, acrylic on canvas.

Eine weitere Neuigkeit der aktuellen Werkschau sind Ölgemälde. Christina Jarmolinski, die bisher Acrylfarben bevorzugte, sagt, dazu: „Ich habe festgestellt, dass es für mich zwischen Ölmalerei und Acryltechnik praktisch keinen Unterschied macht."

Diesmal wählte die Amerikanerin ausschließlich englischsprachige Titel. „Doorway to Heaven" („Himmelspforte") hat zwar auch die für diese Künstlerin charakteristischen starken Farben und kühnen Pinselstriche, es gibt sich aber mehr spirituell-meditativ. Sehr dunkel gehalten ist auch „Blue Enigma 2" - künstlerischer Niederschlag persönlicher Erlebnisse. Der Betrachter kann und sollte sich auch Zeit nehmen, sich in diese Bilder zu vertiefen.

Zyklus über Frida Kahlo

Eine wie bisher gewohnt lebensfrohe Bilderreihe widmet sie der von ihr sehr verehrten Malerin Frida Kahlo: „Ihre Farben sind meine Farben", betont die Künstlerin. Die geistige Verbindung wird in der Stimmung dieser Werke durchaus sichtbar.

In einem weiteren Teil des Malerhofs sind auch Werke zu sehen, die nicht in den letzten zwölf Monaten entstanden sind, wie die farben- und lebensfrohe Mischtechnik „Magic Carpet" („Zauberteppich"). Zwei Bilder unter dem Motto „Afternoon Pleasures" zeigen Frauenakte. Diese sind in starken Linien mit kräftigem Schwung auf die Unterlage gebracht worden und vermitteln Ruhe, aber auch Zufriedenheit. Eine großformatige Collage widmet Christina Jarmolinski den „Stauden". Sie wird dominiert vom Grün der Pflanzen und durchsetzt mit Fotos und Papierausschnitten, die Kühe, Hunde und andere Tiere zeigen und diese Gegend als liebens- und lebenswerte Landschaft darstellen.

Über die Schulter schauen können Besucher auf dem Malerhof auch dem holländischen Fotografen und Webdesigner Rob de Koter, der hier seit Kurzem seine Geschäftsräume eingerichtet hat.

Gerald Lindner

 

Augsburger Allgemeine, 29.8.2005:

Kinder auf Spuren von August Hofer

Sehen, Erkennen, Nachmalen

Oberschönenfeld (wego). Kinder wandelten am Wochenende auf den Spuren des Künstlers August Hofer. Im Atelier des Volkskundemuseums in Oberschönenfeld lernten sie Bilder des Künstlers kennen und malten unter Anleitung von Christina Jarmolinski ein Landschaftsbild nach. (…)

 

Augsburger Allgemeine, 6.3.2004:

(…)

Berufsverband Bildender Künstler im Kulturforum abraxas

(…) Ebenfalls nicht mit Farbe spart Christina Jarmolinski aus Margertshausen. „Josuah Valley" und „Positive Conspiracy" geben hierfür ein leuchtendes Beispiel. (…)

 

Augsburger Allgemeine, 9.11.2002

Kunst aus tiefer Betroffenheit

11 September aus Künstlersicht

(…) Körperlich und seelisch sehr getroffen fühlte sich die in Margertshausen lebende Amerikanerin Christina von Jarmolinski. In ihrer Jugend sei ihr nach Besuchen Manhattan als das Herz der Welt vorgekommen. Ihr Bild zeigt die Flammenhölle ums verwüstete World Trade Center. „Trotz alledem setze ich die Kirche dicht daneben mit dem Licht der Zuversicht". (…)

Gerald Lindner

 

Augsburger Allgemeine, 12.12.2001

Die Stauden im Herz

KUNST / Eröffnung des Malerhofes in Margertshausen.

Two Friends Reading Under a Tree, 91 x 122 cm, 2004, acrylic on wood.

(…) Margertshausen. Mit einem Tag der offenen Tür eröffnete die bekannte Künstlerin Christina Jarmolinski letztes Wochenende ihr neues Atelier in Margertshausen. Dort wohnt und arbeitet sie in einem renovierten Bauernhof, dem „Malerhof“.

Künstlerwanderlust

Nachdem sie früher schon in Augsburg gewohnt und bei langen Spaziergängen mit ihrem Hund besonders auch die Staudenlandschaft ins Herz geschlossen hatte, kehrte Jarmolinski jetzt nach zehn Jahren Künstlerwanderlust wieder in die Augsburger Region zurück.

(…) Auf über 25 Jahre erfolgreiche Schaffenszeit kann die sympathische Künstlerin zurückblicken, unter anderem mit Ausstellungen in USA, Indien, Holland, Frankreich, Deutschland und Italien.

Christina Jarmolinski studierte zunächst Sprachen und Keramik und dann 1978 Malerei in Salzburg. Sie unterrichtete über ein Jahrzehnt an der Schwaben Akademie Irsee und an der Volkshochschule Augsburg. 1990 und 1991 gestaltete sie im Auftrag der Stadt Fassade und Innenkorridor der Parkschule in Göggingen.

Positive Energie

Heute sind der Schwerpunkt ihrer Arbeiten Frauenbilder, Akte sowie spirituelle und religiöse Arbeiten. Vor allem letztere nehmen im Leben der Künstlerin einen wichtigen Platz ein. Christina Jarmolinski sagt von sich selber: „Religion und Meditation sind für mich Energiequellen für positive Energie." Diese Energie und ihren Lebensmut versucht die Malerin auch in ihren Werken darzustellen.

Licht am Abend

Dabei verliert sie jedoch nicht das aktuelle Tagesgeschehen aus den Augen, doch für sie ist es besonders wichtig, bei ihren Arbeiten vor allen Dingen positive Gefühle zu entfachen. Das lässt sich auch an den Namen ihrer Bilder erkennen.

„Das Licht am Abend", „Mystik" und „Positive Conspiracy" sind die Titel nur einiger von unzähligen Werken, die in ihrem Atelier ab sofort bestaunt und käuflich erworben werden können. (amü)

 

Augsburger Allgemeine, 2001

Stets auf den Menschen bezogen

Christina Jarmolinski hat sich in Margertshausen einen Malerhof eingerichtet

Hommage to Picasso, 122 x 91 cm, 1996, acrylic on canvas.

Viele Jahre war sie unterwegs und lebte unter anderem in den USA und in Indien. Nun ist (…) Christina Jarmolinski zurückgekehrt. Im liebevoll renovierten Malerhof in Margertshausen hat sie sich ein kleines Künstlerparadies eingerichtet.

Vor allem Bilder, die in den vergangenen Jahren entstanden sind, kann sich der Betrachter an den Wänden der großen Räume ansehen. Die Dimension dieser Räume kommt Christina Jarmolinski zugute, weil sie große Formate bevorzugt. Nach einem Jahr, das sie in Indien verbracht hat, finden sich immer wieder asiatische Elemente in ihren Bildern. Vor allem aber auch die leuchtende Farbgebung, immer wieder auch mit strahlenden Rottönen, hat sie aus dem asiatischen Kunstraum übernommen.

Bevorzugt widmet sich Christina Jarmolinski Frauenbildern, Akten sowie spirituellen und religiösen Arbeiten. In der Farbgebung an russisch-orthodoxe Ikonen angelehnt sind beispielsweise eine Reihe von Verkündigungs-Bildern: Obwohl im Grundton sehr dunkel gehalten, strahlen diese Bilder eine kontemplative Heiterkeit und Zuversicht aus. Rein gelbe Acrylfarbe hat die Künstlerin mit zahlreichen Farbschichten bearbeitet

Ein meditativer Akt

Der Eindruck ist verblüffend: Wie die russischen Ikonen scheinen die Werke von innen heraus zu leuchten und strahlen eine beruhigende Wärme aus. „Licht bedeutet für mich Zuversicht (…)“, erklärt die Künstlerin. Das Malen ist für sie ein meditativer Akt. Kunst soll mit Meditation verbunden werden.

Vielfach bindet sie auch konventionelle Heiligendarstellungen in ihre Bilder mit ein und setzt sie in ein neues Umfeld allerdings möglichst ohne Rahmen: „Ich will mich nicht einengen lassen."

Entsprechend vielfältig sind auch ihre Ausdrucksformen, Malerei in Acrylfarben, aber auch Collagen. In derzeit noch kleinformatigen Assemblagen - Kombinationen und Anordnungen verschiedener Werkstoffe - erarbeitet sie sich auch den dreidimensionalen Raum. (…)

Wie eine Leinwand verwendet die Künstlerin ausrangierte Möbel, die, farbig völlig neu gestaltet, wieder ein Schmuck für jede Wohnung sein können. Aus Betroffenheit nach dem Tod der englischen Prinzessin Diana sind drei Bilder entstanden, von denen noch eines im Malerhof zu sehen ist: Ein edles Frauenbildnis voll melancholischer Würde, vor allem in hellen Grau und Blautönen gehalten. (…)

Gerald Lindner

 

Fort Myers News Press, 11/3/2000:

ACT show, workshops scheduled

Cyrstal Mandala, 74 x 58 cm, 1995, collage on jute canvas.

Abuse Counseling and Treatment Inc. presents the show "Body Visions," featuring the abstract paintings of Christina von Jarmolinski. (…) She's painted sceneries and murals in theaters and places of worship.

 

Happenings, 10/1998:

Sans Frontiers Evolves Into Complete Art and Retail Environment

On September 5, Sans Frontiers opened a new store in Fort Myers which represents a significant step forward for the Arts scene in Southwest Florida. (…)

Featured artist, Christina von Jarmolinski will be widely displayed throughout the new space and will be closely affiliated with Sans Frontiers. You can already view Christina’s work at the Art Sans Frontiers Virtual Gallery. (…)

 

News Press Fort Myers, 8/26/1998:

Florida colors her world

Landscape's light and spaces influence painter's palette

(…) Painting and teaching painting is what Christina von Jarmolinski has done for a living since the 1970s when she was painting scenery in opera houses in Germany and Austria. Later she opened the Rainbow School for Children in Augsburg, Germany.

Going Fishing, 102 x 76 cm, 1996, acrylic on canvas.

"I've never been this settled, this isolated really," von Jarmolinski says as she removes a floppy straw hat from her head and runs her fingers through her wild blond hair. "For years, I lived in big cities in Europe. I love all this space. And you know what? The German tourists still find me."

And so do area art lovers who collect her work, which is exhibited at several Southwest Florida galleries. On Sept. 4, a recent piece will be shown at the opening of Art Sans Frontier in Royal Palm Square in Fort Myers. (…)

Standing at the barn's wide doors, looking in on the assortment of her work is like looking through a kaleidoscope. At every turn of your head there are different blendings of colors and shapes to absorb. There's a working refrigerator painted to look like a piece of abstract sculpture. There's a real sculpture in the shape of a pyramid.

At the center of all this, on a paint-splattered, table, is a long, blue, stretched bare canvas. Later in the day, the artist will begin to turn the canvas into another side of a screen she's working on - a screen that when finished will depict the daily life of the region's Calusa and Seminole Indians but in abstract ways.

"I'm taking the Florida colors from the sky and putting them into tangible settings," von Jarmolinski explains, pointing to faces amid the vivid colors of the moon and the sun and fire. "My palette is changing since coming to Florida."

Her older paintings are darker, more delicate; her recent work is bold and colorful. It tends to inspire a strong response in viewers (…).

As for the future, "I don't want to make borders around myself," she says. "I like to keep my mind open so ideas flow into me."

Maureen Bashaw

 

Augsburger Allgemeine, 28.5.1988:

Balsam für die Seele

Chris Jarmolinski-Schmidts jüngste Bilder-Schau

Dreams of the Fantasy Flower, 50 x 40 cm, 2006, collage/combine painting.

Das vordergründig Effektvolle ist nicht ihre Sache. Chris Jarmolinski-Schmidt zeigt sich zum großen Teil thematisch religiös gebunden, aber auch kontemplativ und aufgelockert in ihrer neuen Ausstellung in der Schmuckgalerie Pichler. Von Acryl über diverse Mischtechniken bis hin zum Materialbild reicht die Palette des Gebotenen.

Wegsuche, das Licht am Horizont, Hoffnung als lebensnotwendiger Balsam für die Seele: Diese Sinngebenden Inhalte tauchen immer wieder auf. Düstere Farben, die für Verzweiflung und Verworrenheit stehen, bilden den Urgrund, aus dem sieht fast mystisch flammendes Rot und Rot-Orange erheben.

Der religiöse Einschlag — die Künstlerin hält sich vielfach an alttestamentarische Zitate des Propheten Jesajas — erklärt sich aus aktuellem kirchlichem Engagement. So nehmen Kreuzformen und Christusporträts ihren unverhohlen bedeutsamen Platz ein.

Chris Jarmolinski-Schmidts Bilder sind nicht glatt. Das Bemühen um Sinnlichkeit und ästhetische Reibungsfläche ist an der Verwendung zahlreicher Techniken und an der Oberflächengestaltung ablesbar. Sich verdeckende und überlappende Schichten entstehen aus Papier, Stoff, Pappe, Farbe, Lack und bieten dem Auge Risse, Reliefs und Eindrücke, die unmittelbar aus der Natur übernommen zu sein scheinen („Erde und Steine"). Wärme ist fast physisch spürbar, wenn die Malerin ihre „Träume am Abend" ausbreitet, in unglaublich erdig-geborgenen, abstrahlenden Tönen.

Unauffällig und zart versteht Chris Jarmolinski-Schmidts in ihren Gouagen die Farben zu entfalten. Die „Halluzination" beispielsweise führt intuitiv über das Spiel der Nuancen in ein symbolisch schwarzes Loch, das zur Deutung verführt, ohne aufdringlich zu sein.

Einen kleinen Überraschungseffekt birgt die Ausstellung im oberen Treppenabschnitt. Collagen, zum Teil völlig aus geklebten Papierteilchen bestehend, zeigen die lustige und unbeschwerte Seite der Künstlerin. „The New Look" verblüfft mit frechem Pinselstrich und verwegen platziertem Lila.

Alles in allem also eine abwechslungsreiche Schau, die durch ihre oft eindeutig gebundene Thematik wenig an künstlerischer„Botschaft" einbüßt. (…)

 

Augsburger Allgemeine 29.1.1988

Christliche Kunst als Zeitzeichen

Ausstellung mit Werken zum Alten und Neuen Testament

GÖGGINGEN. Rund 150 Besucher drängten sich bereits bei der Eröffnung einer Ausstellung christlicher Kunst im Gemeindesaal der Dreifaltigkeitskirche. Das in Göggingen ansässige ökumenische Künstlerehepaar Chris Jarmolinski-Schmidt und Erich Schmidt-Unterseher zeigt hier noch bis zum Sonntag, 7. Februar, ausgewählte Bilder und Plastiken. Während bei den Bronzefiguren des Erich Schmidt-Unterseher das Thema „Kreuzigung" im Mittelpunkt steht, hat sich seine aus den USA stammende Ehefrau auf Wunsch des Gögginger Ökumenischen Gesprächskreises mit dem Buch Jesaja auseinandergesetzt. Auf diese Weise umrahmt die kleine, aber sehenswerte Ausstellung die laufende ökumenische Bibelwoche, die sich derzeit mit diesen Schrifttexten beschäftigt.

“Stets aktuelles Thema”

Die Malerei ist meine Sprache", hatte Chris Jarmolinski-Schmidt bei der Ausstellungseröffnung betont. Sie habe versucht, die Texte des Jesajabuches mit Kopf und Herz zu erfassen, um ihre Schriftdeutung in Farbe und Form umzusetzen. Und was die Gögginger Künstlerin in Kreide, Acryl und interessanten Mischtechniken gestaltet hat, regt den Ausstellungsbesucher zu intensiver Interpretation an. .Ich möchte dem Betrachter möglichst viel Freiraum für eigene Gedanken überlassen, damit er selber Überlegungen zu den biblischen Texten entfalten kann", beschreibt Chris Jarmolinski-Schmidt ihr künstlerisches Anliegen.

Kandinsky mußte Federn lassen

Ein Beispiel: Unter dem Titel .Weinberg" sticht dem Ausstellungsbesucher das wohl auffälligste Bild der Künstlerin ins Auge. .Die Verse Jesaja 5,1,7 das Lied vom unfruchtbaren Weinberg sind mir besonders nahe gegangen", bekennt die gebürtige Amerikanerin. Das Versagen des Menschen in der Schöpfung und die darauf reagierende Allmacht Gottes, das sei schließlich ein stets aktuelles Thema auch unserer Zeit. Um den Kontrast zwischen all den guten Verheißungen für das Gedeihen im Weinberg und der späteren Verwahrlosung der Pflanzung darzustellen, habe sie mit Kontrasten in Farbe und Struktur gearbeitet. Neben warme Blautöne, die Trauben und Himmel andeuten sollen, setzt Chris Jarmolinski-Schmidt sämtliche Schattierungen von Rostrot (Liebe, Erde, Sonne), die in düsteren Tönen verschwimmen Eine kleine Anekdote am Rande: Für dieses Bild mußte sogar „Kandinsky'', der Wellensittich der Familie, einige Federn lassen. Diese prangen jetzt unter der Acrylfarbe, neben Zeitungsschnippeln, Rupfenfasern, Leinentüchern und einer Kreideschachtel, die kollagenartig zu einem plastischen Gemälde zusammengefügt wurden.

Reisen in die Bretagne

Mit so genannten Calvaires (Kalvarien-berge) ergänzt der „katholische Teil der ökumenischen Künstlerehe" — wie Erich Schmidt-Unterseher sich selbst bezeichnet diese Ausstellung. Nach einer Studienreise in die Bretagne und der Begegnung mit den dort in der Volkskunst typischen .Calvaires"  als  summarische  Darstellung  der Kreuzwegstationen in nur einer Plastik hatte der geborene Gögginger diese Calvaire Variationen in Bronze gegossen.

Auf dem Gipfel: Golgatha

An einer rund 80 Zentimeter hohen „Calvaire auf Felsen und Meer" entdeckt der aufmerksame Betrachter auf verschiedenen Ebenen stufenartig übereinander Abendmahl, Geißelung und Grablegung Christi, wobei dieser Turm in einem stilisierten Golgatha gipfelt — als christlicher Höhepunkt der Erlösung. Ähnlich eindrucksvoll erscheinen bronzene Reliefplatten mit Titeln wie „Menschengeschlechter", „Adam und Eva" oder „Klage unter dem Kreuz". Auch hier bestechen die symbolisierenden Details: Ein römischer Soldat wird als Sinnbild brutaler Macht zu Boden geworfen. Die Engel als Botschafter Gottes scheinen alles Materielle und Statische zu durchbrechen ...

Viel Muße zum gedanklichen Spazierengehen durch die biblischen Texte und deren künstlerische Auslegung sollte der Ausstellungsbesucher mitbringen. Ab 19.30 Uhr ist Chris Jarmolinski-Schmidt allabendlich Im Gemeindesaal präsent und beantwortet Fragen der Ausstellungsbesucher. 

Jutta Fiege

 

Augsburger Allgemeine, 17.9.1981:

Ton in feinfühliger Gestalt

Keramische Objekte von Jarmolinski-Schmidt bei Pichler

Ceramic Object, 1981, self created glaze with oxides.

Ein Werkstoff, dessen Natur und variable Struktur künstlerische Kreativität herausfordern, ist in der Präsentation sogleich kraftvoll gegenwärtig. Christina Jarmolinski-Schmidt greift die Charakteristik des Tonmaterials auf, läßt sich von ihr leiten und macht sie sich für die Gestaltung ihrer Objekte, Vasen, Schalen und Reliefs, zu Diensten.

Dem Ton wird keine Gewalt angetan. Ebenso feinfühlig läßt die Künstlerin Farbe auf der Objektoberfläche einfließen, die dem Natürlichen gerecht wird, und fast möchte man behaupten, der Natürlichkeit zur rechten Wirkung verhilft. Den Verdacht der Künstlichkeit lassen auch die teilweise glänzend emaillierten Arbeiten keinesfalls aufkommen. (…)

Mit farbigen Akzenten

Völlig losgelöst vom Funktionalen (Vasen, Schalen) sind beispielsweise die wunderbar gelungenen Reliefs. Das rauhe Material und weiche, rostig-warme Farben sind in vier zusammengehörenden Exponaten zu einer vollkommenen kompositorischen Einheit geronnen. „Bewegung an der Küste" ist der Titel zweier weiterer Reliefs; in denen wieder konkretere Formen auftauchen, die an Strandgut und schlammiges, schäumendes Wasser erinnern. (…)

Christina Jarmolinski-Schmidt (…) ist Amerikanerin - die Atlantikküste, wo sie lebte, dürfte sie mit Sicherheit inspiriert haben - und lebt seit 14 Jahren in Deutschland.

Anita Härder

 

Bayerischer Rundfunk am Mittwoch, 16.9.1981:

Ausstellung "Keramische Objekte" in der Schmuck-Galerie Pichler in Augsburg.

Hier ein Tipp von Ursula Hübner:

The Tree, 1981, Ceramic sculpture, self-created glaze

Um es gleich vorweg zu sagen, Christina Jarmolinski-Schmidt offenbart mit den jetzt ausgestellten Stücken ihre ganz ungewöhnliche Begabung. (…)

"Ich bin sehr pflanzenfreundlich. Bäume imponieren mir immer wieder. Teilweise mache ich Zeichnungen davon und die lege ich in eine Schachtel und dann irgendwann einmal grabe ich sie wieder einmal aus, wenn ich beim Arbeiten bin und arbeite dann so, wie ich das gesehen habe zu der Zeit. Ich versuche das aus Ton wieder herauszuholen, was nicht immer einfach ist, weil es sehr schwer ist, z. B. eine Baumvorstellung aus Ton zu machen, weil der ja sehr weich ist. Es ist aber eigentlich dieser ständige Kampf, was mich reizt."

Die Geschicklichkeit und Sensibilität, mit der schmale Baumfragmente in die Höhe getrieben wurden, ohne dass der weiche Ton vorher in sich zusammenfiel, macht staunen. (…)

Die am Atlantik aufgewachsene Amerikanerin (…), welche seit 14 Jahren in Europa lebt, lässt in vielerlei Variationen Meeresszenen ihrer Kindheit fabulierfreudig vor uns auferstehen. Aber auch kontrastierend hierzu die archaischen Schiffselemente und Festungs-Assoziationen weisen einen Weg in ihre viel versprechende Zukunft als Bildhauerin, den die Künstlerin früher oder später zweifellos beschreiten wird.

 

Augsburger Allgemeine, 29.3.1977:

Vasen wie bizarre Baumstumpfe

Die Galerie „Weißer Elefant“ zeigte vegetabile Keramik von Chris Schmitt.

Der „Weiße Elefant“ öffnet wieder seine Tore. Die kleine, im Galeriebetrieb Augsburgs ungewöhnliche Galerie „Auf dem Kreuz“ hatte einen Wiederbeginn in neu ausgestatteten Räumen mit der Eröffnung der Ausstellung von Keramiken von Chris Schmitt, die seit einem Jahr die Keramikkurse an der Augsburger Volkshochschule leitet. (…)

Diese Vasen und Töpfe haben nicht die gewohnten, scheinbar vorgeschriebenen Formen, sondern sind ihrer Funktion entsprechend, teils schlank und bootsförmig, teils auch ganz phantastisch und vegetabil wie abgestorbene Baumstümpfe. (…)

So ist auch vor allem die Glasur auf einzelnen Keramiken überraschend und für den Betrachter Anlass und Verführung, die Formen mit den Händen abzutasten. Manchmal gibt die Glasur, wertvoll und geheimnisvoll glänzend, dem sehr dünn und gebrechlich ausgeformten Ton den Anblick von erstarrter Lava, manchmal liegt sie dick und porös auf dem dunklen Untergrund wie fauliges Moos oder Schimmel. (…)

Dr. Gode Kraemer

© Rob de Koter 2010 www.dekoter.net